Nicht nur im Jänner während des „Veganuary“ ist Soja sehr beliebt. Längst hat die Bohne einen fixen Platz eingenommen – auf den heimischen Tellern ebenso wie auf den Feldern.

Kaum ein Lebensmittel lässt sich derart vielfältig in der Küche einsetzen wie die Sojabohne und die aus ihr hergestellten Produkte. Von Vor- bis Nachspeise, von der Hauptkomponente über Beilagen und Saucen bis hin zum Getränk: Aus der Vielfalt an Sojaprodukten könnte man ein ganzes Menü zubereiten. Die Sojabohne ist nicht nur kulinarisch vielseitig einsetzbar, sie überzeugt auch mit ihren Inhaltsstoffen. Denn bei den Hülsenfrüchten sticht sie besonders durch ihren Proteingehalt hervor: denn hier verfügt die Sojabohne nämlich über den höchsten. Gekocht bestehen sie zu etwa 15 Prozent aus Eiweiß. Der Proteinanteil von gekochten Kichererbsen, Bohnen und Linsen bewegt sich im Vergleich zwischen neun und zehn Prozent. Durch den hohen Eiweißgehalt der Sojabohne enthält Sojadrink auch gleich viel Eiweiß wie Kuhmilch: rund drei Gramm je 100 Gramm Flüssigkeit. Andere Nährstoffe wie etwa Kalzium sind in Sojadrink natürlicherweise allerdings nur in deutlich geringeren Mengen vorhanden als in Milch.
Freiwillige Herkunftskennzeichnung
Die Herkunft von Sojabohnen und aus diesen hergestellten Produkten muss nicht gekennzeichnet sein. Man sollte daher auf freiwillige Herkunftsangaben achten. Denn in zahlreichen Lebensmitteln aus Soja wie Tofu oder Sojadrink findet man Sojabohnen aus Österreich. Ist dies der Fall, steht das in der Regel auch auf der Verpackung.
Hierzulande ist der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ebenso wie im Rest der EU bis auf wenige Ausnahmen verboten. Soja aus Österreich ist demnach gentechnikfrei. Weltweit hingegen wird auf rund drei Viertel der Soja-Anbauflächen GVO-Soja angebaut. Auch wenn der Anbau in Österreich verboten ist, darf GVO-Soja dennoch importiert werden und ist hier sowohl als Lebens- als auch als Futtermittel zugelassen.
Bio-Soja an der Spitze
Die wärmeliebende Sojapflanze kommt ursprünglich aus China und wird seit vielen Jahrzehnten in Österreich angebaut. In den vergangenen Jahren ist die Sojafläche deutlich gewachsen und belegt mittlerweile nach Mais, Weizen und Gerste Rang vier der Anbaufläche. In Österreich spielt Bio-Soja eine wichtige Rolle: 2023 wurden fast 40 Prozent der Sojaflächen biologisch bewirtschaftet. Damit sind wir unter den EU-Spitzenreitern.
