Die PSA Payment Services Austria GmbH meldet einen starken Anstieg der Transaktionen sowohl mit Bankomat- als auch mit digitalen Karten. Doch die Barzahlung bleibt in Österreich so beliebt wie in keinem anderen Land des Euro-Raums.

Mit 3,18 Mrd. Transaktionen hat die PSA auch 2024 wieder einen neuen Höchststand erreicht, berichtet Geschäftsführer David Ostah. „Insgesamt wurden 1,8 Milliarden Transaktionen mit Bankomat-Karten für die österreichischen Banken erfolgreich abgewickelt. Einen historischen Tageshöchstwert lieferte der 23.12.2024 mit 7,46 Millionen Transaktionen.“
Ebenso stark entwickelt haben sich Zahlungen mit digitalen Karten. „Insgesamt wurden mit 420 Millionen Transaktionen bereits 26 % der Zahlungen mit diesen Karten getätigt“, so Ostah. „Im Dezember stieg der Anteil der Zahlungen mit digitalen Karten sogar schon auf 29 % an.“
Karten-Transaktionen legen um 15 % zu
Die 3,18 Mrd. Transaktionen des Jahres 2024 setzen sich wie folgt zusammen:
- 1,6 Mrd. Transaktionen mit österreichischen Bankomat-Karten im In- und Ausland bei Einkäufen am POS und im e-Commerce (+15 % im Vergleich zu 2023)
- 105 Mio. Bargeldbehebungen mit Bankomat-Karten an Geldausgabegeräten im In- und Ausland
- über 1,3 Mrd. Konto-zu-Konto-Transaktionen (Überweisungen, Einziehungsaufträge, eps Onlinezahlungen und Echtzeitüberweisungen
- 95 Mio. Identity Services-Transaktionen (Altersabfragen)
PSA hat per 31.12.2024 10,2 Millionen Bankomat-Karten (Debitkarten) und Kreditkarten serviciert.
Österreich bleibt Bargeld-Land
Trotz dieser starken Zuwächse bleibt Österreich im europäischen Vergleich ein Land, in dem Bargeld immer noch eine weitaus überdurchschnittliche Rolle spielt. So werden in Österreich 62 % der Transaktionen am POS bar bezahlt. Im Durchschnitt des Euro-Raumes beträgt dieser Anteil nur noch 52 %. Nur Malta (67 %) und Slowenien (64 %) verzeichnen dabei noch höhere Werte als Österreich. Das zeigt eine im Dezember 2024 veröffentlichte Studie der Europäischen Zentralbank (EZB).
Für 73 % der Österreicher ist die Option, am POS bar zahlen zu können, wichtig oder sogar sehr wichtig. Das ist der höchste Wert unter allen Euro-Mitgliedsländern, gefolgt von Deutschland (69 %) und Griechenland (68 %). Der Durchschnitt des Euroraums liegt dabei bei lediglich 62 %. Besonders überraschend: In Österreich ist der Anteil jener, die die Möglichkeit zur Barzahlung wichtig finden, im Vergleich zu 2022 sogar um 7 Prozentpunkte gestiegen, während er im restlichen Euroraum relativ konstant bleibt.

Insgesamt war der Anteil der Bargeld-Zahlungen in den letzten Jahren freilich stark rückläufig: Wurden 2019 noch 72 % aller Transaktionen im Euroraum mit Bargeld bezahlt, waren es 2024 nur noch 52 %. Der Anteil der Kartenzahlungen stieg in diesem Zeitraum von 25 auf 39 %. Auch die Nutzung von Smartphones steigt an und liegt 2024 bei 6 % (2022: 3 %, 2019: 1%).
