Die Bundesregierung hat Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) als neuen österreichischen EU-Kommissar nominiert. Das gaben Regierungsvertreter am 31. Juli nach wochenlangen Verhandlungen bekannt. Brunner war bereits im Vorfeld gemeinsam mit Verfassungsministerin Karoline Edtstadler als Favorit gehandelt worden. Er folgt als EU-Kommissar auf Johannes Hahn. Der Handelsverband gratuliert herzlich.
„Magnus Brunner kennt die Herausforderungen auf europäischer Ebene und wird sicherstellen, dass sowohl österreichische Interessen als auch europäische Werte in der Kommission gleichermaßen vertreten sind“, kommentierte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) die Entscheidung. Brunner sei „in Europa anerkannt, über die Grenzen Österreichs hinweg gut vernetzt und bringt mehrere Kompetenzen mit“, ergänzte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) in einer gemeinsamen Aussendung. Kogler lobte auch die konstruktive Zusammenarbeit in den letzten Jahren.
Ressort für Brunner noch offen
Die wiedergewählte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bereits letzte Woche den Prozess der Neubesetzung der EU-Kommission gestartet. Alle Mitgliedsstaaten wurden aufgefordert, einen Kandidaten zu nominieren. Die Nominierung Brunners erfolgte im Einvernehmen zwischen den Regierungsparteien ÖVP und Grünen.
Magnus Brunner fühle sich „sehr geehrt, dass mich die Bundesregierung für das Amt des Kommissars vorschlägt. Oberstes Ziel der neuen Kommission muss sein, die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken und Arbeitsplätze und Wohlstand zu erhalten.“ Welches Ressort er in Brüssel bekommen wird, ist noch offen.
Handelsverband dankt Brunner für unermüdlichen Einsatz
Der Österreichische Handelsverband begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung, Finanzminister Magnus Brunner zum österreichischen EU-Kommissar zu nominieren. “Magnus Brunner konnte in den letzten Jahren als Finanzminister viel bewegen und hat sich einen hervorragenden Ruf als kompetenter Spitzenpolitiker erarbeitet. Wir danken ihm für den regelmäßigen Austausch und für seinen unermüdlichen Einsatz für den österreichischen Wirtschaftsstandort“, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.
Wer übernimmt Nachfolge im Finanzministerium?
Die Nachfolge des 52-jährigen Vorarlbergers im Finanzressort ist indes noch nicht geklärt. Dafür sei auch noch ausreichend Zeit bis November, heißt es aus dem Kanzleramt.

