Du bist, was du isst: Was und wie viel essen wir aber eigentlich in einem Jahr?

Eines haben wir alle gemeinsam: Wir müssen regelmäßig Essen und Trinken. Im Laufe eines Jahres ergibt sich daraus die Menge von eineinhalb Tonnen Lebensmitteln, die eine Person zu sich nimmt. Aber wie setzt sich diese Menge konkret zusammen und wie deckt sie sich mit den ernährungsphysiologischen Empfehlungen?

Mehr als eineinhalb Tonnen Lebensmittel essen wir an 365 Tagen.    © Land schafft Leben

Schlüsselt man die Menge von eineinhalb Tonnen Lebensmitteln pro Person auf, die an den 365 Tagen im Jahr zu sich genommen werden, so machen die alkoholfreien Getränke den Löwenanteil mit 913 Litern pro Jahr aus. Darin sind neben Wasser und Mineralwasser auch Obst- und Gemüsesäfte, Tees, Kaffees sowie andere koffeinhaltige Getränke inkludiert. Hinzu kommen noch 109,6 Liter Bier und 26,4 Liter Wein pro Person.

Beim Essen landet mengenmäßig im Laufe des Jahres am meisten Gemüse auf unseren Tellern mit rund 120 Kilogramm, dicht gefolgt von Milch und Milchprodukten mit 116 Kilogramm.

Mengenmäßig viel lassen wir uns auch Fleisch schmecken, fast 59 Kilogramm stehen davon in einem Jahr auf unserem Speiseplan. Ebenso viele Kartoffeln und nahezu doppelt so viel Reis und Getreide, nämlich 98 Kilogramm, landen an Beilagen auf unserem Teller. Auch eine große Menge mit 74 Kilogramm essen wir an Obst. Ebenso Zucker und Honig ist mit 30 Kilogramm pro Person übers Jahr gesehen stark vertreten. Die Schlusslichter bei der jährlichen Nahrungsaufnahme bilden neben Eiern mit 15 Kilogramm und Fisch mit sieben Kilogramm die Hülsenfrüchte. Hiervon essen wir nicht einmal ein Kilogramm pro Kopf.

Wie viel darf es nun tatsächlich sein?

Wie passen unsere Essgewohnheiten aber nun mit den ernährungsphysiologischen Empfehlungen zusammen? Essen wir die richtigen Mengen aller Lebensmittel, die für unseren Körper angebracht wären? Obwohl wir mengenmäßig am meisten Gemüse verbrauchen, liegt unser Konsum weit unter den Empfehlungen. Drei Portionen pro Tag sollten es sein, wobei eine Portion eine Handvoll bedeutet. Egal ob weiblich oder männlich: Im Durchschnitt schaffen wir es mengenmäßig nur auf rund ein Drittel der grundsätzlich empfohlenen Menge an Gemüse. Während wir von gewissen Lebensmitteln zu wenig konsumieren wie beim Gemüse, konsumieren wir von anderen zu viel, zum Beispiel vom Fleisch.

Hier ist die empfohlene Menge an Lebensmittel dem durchschnittlichen tatsächlichen Konsumverhalten von Männern und Frauen gegenübergestellt. © Land schafft Leben

„Vor allem Männer überschreiten in Österreich häufig die empfohlene Menge von maximal drei Portionen pro Woche, was meist am Verzehr von verarbeitetem Fleisch wie Wurstwaren liegt und weshalb wir auf eine Menge von fast 60 Kilogramm pro Jahr und Person kommen. Der Konsum von Lebensmitteln sollte daher bewusst und bedarfsorientiert stattfinden, denn nur so ist ein körperliches und auch geistiges Wohlbefinden möglich“, so die Gründerin des Vereins Land schafft Leben Maria Fanninger. Es ist vor allem die Menge der jeweiligen Lebensmittel, die den Unterschied für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit ausmachen, Maria Fanninger dazu abschließend: „Viele von uns nehmen zu viel Energie in Form von Zucker und Fett zu sich, führen ihrem Körper aber zu wenig Nährstoffe zu. Zu besonderen Anlässen oder an den nun vergangenen Feiertagen darf man natürlich einmal mehr davon aufs Teller legen. Allerdings sollte dies die Ausnahme bilden und nicht die Grundlage für die Essgewohnheiten des ganzen Jahres.“

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