Digitaler Einkauf am Vormarsch: Wie Planung und Angebote unser Shoppingerlebnis verändern

Der klassische Spontaneinkauf hat vielerorts ausgedient: Österreichs Konsumentinnen und Konsumenten gehen ihren Wocheneinkauf zunehmend digital und strategisch an. Eine neue Studie des Schweizer Mobile-Tech-Unternehmens Bring! Labs, der “Shopper Guide 2025”, beleuchtet die sich wandelnden Einkaufsgewohnheiten und zeigt, wie Angebote, Rezepte und ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein den Weg zum Warenkorb prägen.

Für den brandneuen Shopper Guide 2025 wurden über 21 Millionen anonymisierte Einkaufslisten weltweit sowie die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 10.000 Bring!-Nutzern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewertet. Das Ergebnis: Ein klarer Trend hin zur digitalen Vorausplanung und ein stärkerer Fokus auf den Preis.

Vom Impuls zur Strategie: Der geplante Wocheneinkauf als neue Normalität

Die Zeiten, in denen man planlos durch die Supermarktregale schlenderte, scheinen vorbei zu sein. Immer mehr Menschen in Österreich planen ihren Wocheneinkauf gezielt im Voraus. Besonders beliebt ist dieser Planungsschritt am Samstagvormittag zwischen 9 und 12 Uhr, wenn 41 Prozent der Befragten ihre Vorbereitungen treffen. Spontaneinkäufe treten demnach immer weiter in den Hintergrund.

Eine Schlüsselrolle bei der Informationsbeschaffung spielen Prospekte: 81 Prozent der Konsument:innen in Österreich nutzen sie, um sich über aktuelle Aktionen zu informieren. Bemerkenswert ist dabei der digitale Wandel: 46 Prozent tun dies bereits mithilfe digitaler Prospekte. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung digitaler Werbeangebote und die Notwendigkeit für den Handel, dort präsent zu sein, wo die Kund:innen ihre Informationen suchen.

Auch Rezepte sind zu einem festen Bestandteil der Einkaufsorganisation geworden: Für 54 Prozent der heimischen Konsument:innen dienen sie als Inspirationsquelle und erleichtern die Einkaufsplanung. Dieser Einfluss ist bei jüngeren Altersgruppen und Frauen besonders ausgeprägt.

Digitale Planung und ein starker Fokus auf den Preis dominieren laut Bring! Labs das Shopping-Erlebnis in Österreich.
Copyright: Adobe Stock

Angebote als Kaufmotor: Preisbewusstsein bleibt hoch

Das Preisbewusstsein der Konsument:innen ist weiterhin ein entscheidender Faktor, auch wenn es im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen hat. 46 Prozent der Österreicher:innen richten ihre Einkaufsplanung gezielt nach aktuellen Angeboten aus. Interessant ist hierbei, dass Personen ab 50 Jahren besonders stark auf Angebote reagieren; 60 Prozent dieser Altersgruppe sehen Angebote als wichtigen Einflussfaktor.

Die Relevanz von Aktionen geht jedoch über den reinen Preis hinaus: Immer mehr Menschen machen ihre konkrete Produkt- und Markenauswahl von Angeboten abhängig, wobei die Relevanz von 51 Prozent im Vorjahr auf 54 Prozent im heurigen Jahr gestiegen ist. Obwohl Angebote auch die Wahl des Einkaufsortes beeinflussen, sinkt die Bereitschaft, für attraktive Rabatte mehrere Geschäfte zu besuchen. Dies deutet darauf hin, dass die Konsument:innen zwar preisbewusst sind, aber auch Bequemlichkeit schätzen.

Gesundheit und Nachhaltigkeit auf dem Vormarsch

Das gestiegene Gesundheits- und Umweltbewusstsein prägt die Einkaufslisten der Bevölkerung deutlich. Pflanzliche Fleischalternativen erleben einen Boom: Fleischersatzprodukte verzeichnen ein massives Plus von 176 Prozent, Tofu legt um 31 Prozent zu und Falafel um 82 Prozent. Auch Zuckeralternativen wie Agavendicksaft sind mit einem Anstieg von 30 Prozent immer beliebter und spiegeln den Trend zu einer bewussteren Ernährung wider.

Dies zeigt sich auch in den bevorzugten Produktkategorien: Nach “Haushalt und Gesundheit” sind “Früchte und Gemüse” die beliebteste Kategorie der Österreicher:innen. Trotz dieser neuen Trends bleiben klassische Lebensmittel unverzichtbar: Milch und Eier belegen die ersten beiden Plätze auf den Einkaufslisten, gefolgt von Brot auf Platz 3.

Die Rolle des Handels in einer digitalisierten Einkaufswelt

Juan-Pablo Schmid, CCO von Bring! Labs, betont die Bedeutung dieser Entwicklungen für Marken und Händler: „Die zunehmende digitale Einkaufsplanung macht es für Marken und Händler wichtiger denn je, ihre Angebote passgenau und kontextbezogen zu platzieren. So erreichen sie Konsumenten und Konsumentinnen genau dort, wo Kaufentscheidungen heute zunehmend digital getroffen werden – und steigern die Effizienz und Relevanz ihrer Marketingmaßnahmen”. Er fügt hinzu, dass Contextual Advertising eine effektive Brücke zwischen Markenbotschaft und realem Warenkorb schaffe, indem es Bedürfnis, Relevanz und Timing zusammenführt.

Für den österreichischen Handel bedeutet dies, die digitale Transformation nicht nur als Herausforderung, sondern als enorme Chance zu begreifen. Wer es schafft, seine Kund:innen dort abzuholen, wo sie ihren Einkauf planen und ihre Entscheidungen treffen – nämlich zunehmend digital und angebotsorientiert –, wird im Wettbewerb die Nase vorn haben.

Den gesamten Report finden Sie kostenfrei hier: https://hubs.li/Q03vnvkv0

Über die Bring! Labs AG

Die Bring! Labs AG ist das führende Schweizer Mobile-Tech-Unternehmen in der FMCG- und Retail-Branche mit Sitz in Zürich sowie Büros in Basel und Berlin. Das Unternehmen wurde 2015 gegründet und beschäftigt heute etwa 100 Mitarbeitende. Neben der Einkaufslisten-App «Bring!» gehört auch die Angebote-App «Profital» zur Bring! Labs AG. Die beiden Apps begleiten weltweit über 21 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten durch alle Phasen des Einkaufs – von der Inspiration über die Planung bis hin zum Kauf. Mit über 3,6 Millionen Nutzern in der DACH-Region bietet die Bring! Labs AG Marken und Händlern eine innovative Mobile-Advertising-Plattform. Sie verbindet Werbetreibende direkt mit den Nutzern und schafft so wirkungsvolle Impulse entlang der gesamten Shopper Journey.

Leave a Reply