EU bestätigt: Österreich bleibt Bio-Europameister

Einen EM-Titel hat Österreich schon fix in der Tasche: Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat abermals bestätigt ist der Anteil der biologisch bewirtschafteten Agrarflächen in keinem anderen Land auch nur annähernd so groß wie in Österreich.

© Eurostat

Die Konsument:innen in Österreich halten Bio auch in schwierigen Zeiten die Treue – wie auch die Landwirte selbst. Dass Österreich weiterhin Europas Bio-Vorzeigeland Nummer eins ist, zeigen nun auch die neuesten Vergleichszahlen, die die EU-Statistikbehörde Eurostat in der Vorwoche veröffentlicht hat. Demnach werden in Österreich 27 % aller landwirtschaftlichen Flächen biologisch bewirtschaftet. Zum Vergleich: Der EU-Schnitt liegt bei lediglich 10,5 %. Und selbst der zweitplatzierte Staat Estland liegt mit 23 % weit dahinter. Schweden folgt mit 20 % Bio-Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche auf Platz drei.

Damit ist Österreich auch das einzige Land der EU, das schon heute eines der Hauptziele der „Farm to Fork“-Strategie der Europäischen Kommission erreicht, nämlich dass bis 2030 mindestens 25 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet wird.

79 % mehr Bio-Fläche innerhalb von zehn Jahren

Doch auch ganz generell nimmt die für die ökologische Landwirtschaft genutzte Fläche in der EU weiter zu und erreichte im Jahr 2022 16,9 Mio. Hektar (ha), gegenüber 15,9 Mio. ha im Jahr 2021 und 14,7 Mio. ha im Jahr 2020. Im Zehn-Jahres-Abstand (2012 bis 2022) wuchs die Bio-Fläche EU-weit sogar um 7,4 Mio. ha oder 79 %. Die stärksten Expansionsraten verzeichneten dabei Kroatien (+306 %), Portugal (278 %) und Bulgarien (182 %).

Auch in Österreich bleibt die Bio-Landwirtschaft auf dem Vormarsch und erweiterte ihre Flächen um kräftige 32,4 % auf 706.000 ha. Gemessen an der biologisch bewirtschafteten Gesamtfläche in Hektar liegt unser Land damit hinter Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, Griechenland und Portugal im EU-Vergleich auf Rang 7.

Doch noch immer gibt es fünf EU-Länder, in denen der Anteil des ökologischen Landbaus im Jahr 2022 weiterhin unter 5 % lag, mit den niedrigsten Anteilen in Malta (unter 1 %), Bulgarien und Irland (beide 2 %).

Bei Tierhaltung hinkt Österreich etwas hinterher

Zwar ist der Viehbestand in der EU rückläufig, doch werden immer mehr Tiere ökologisch gehalten: Im Jahr 2022 waren das EU-weit 5,4 Mio. Rinder (7,2 % aller Rinder), 1,0 Mio. Kühe (4,9 %) und 6,1 Mio. Schafe (10,4 %).

Auch hier ist Österreich zwar jeweils auf den vorderen Plätzen zu finden, jedoch nicht ganz vorne. So wurden im Jahr 2022 in Estland 44 % und in Tschechien 41 %, der Schafe und Ziegen ökologisch gehalten, Österreich belegte mit einem Anteil von 36 % aber „nur“ Rang 3. Und während in Griechenland 46 % der Rinder ökologisch gehalten werden, waren es in Österreich 23 % (ebenfalls Rang 3). Griechenland hatte auch den höchsten Anteil an Bio-Milchkühen (31 %), gefolgt von Österreich (22 %) und Schweden (18 %). Der Anteil der im Jahr 2022 ökologisch gehaltenen Schweine war viel geringer und lag am höchsten in Luxemburg (5 %), Frankreich und Dänemark (je 4 %), knapp gefolgt von Österreich (3 %).

Die vollständige Untersuchung finden Sie hier.

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