Shopreme: Neues Einkaufserlebnis dank Self-Checkout

Shopreme ist Teil der aktuell stattfindenden Revolution des Checkout-Prozesses. Dafür wurde das Grazer Startup mit Platz zwei bei der Wahl zum European Retail Startup des Jahres 2023 belohnt.

Auch in Filialen von Aldi Nord wird die Self-Checkout-Technologie von Shopreme verwendet © Shopreme

Kaum etwas im Handel hat sich in den letzten Jahren so schnell verändert wie der Checkout-Prozess.  2012 hat Spar erste Test mit Selbstbedienungskassen durchgeführt, 2015 hat Billa die ersten Self-Checkout-Terminals in seine Märkte gebracht. Heute sind Self-Scanning-Lösungen im Lebensmittelhandel Standard und auch in anderen Branchen stark im Kommen.

Einer der internationalen Technologieführer dieser Transformation stammt aus Österreich: die Grazer Softwareschmiede Shopreme. Gegründet 2015 unter dem Firmennamen Wirecube, war es die Ursprungsidee der Gründer, das schon allerorts omnipräsente Smartphone auch im stationären Einzelhandel einzusetzen.

Scan & Go per Smartphone

„Mit dem Smartphone trug plötzlich praktisch jeder ein High-Tech-Gerät in seiner Hosentasche“, erinnert sich Kevin Müller, Director of Retail Acceleration & Checkout Transformation bei Shopreme. „Unser Gründerteam wollte versuchen, diese neue Technologie dazu zu nutzen, das Einkaufserlebnis im stationären Handel zu verbessern. Die Idee war, Smartphones zum Scannen von Produkten und zum Bezahlen des Einkaufs zu nutzen – also Scan & Go.“

Viele Einzelhändler hatten bereits Kunden-Apps im Einsatz und erkannten schnell, dass die „Scan & Go“-Lösung von Shopreme eine interessante Ergänzung ihres Service-Portfolios sein könnte. 2019 wurde Billa als erster großer Referenzkunde gewonnen. Die Zahl der Kunden wuchs in der Folge ebenso schnell wie das Team.

Per Smartphone-Scan können Kund:innen zusätzlichen Produktinformationen erhalten oder zu multimedialem Content, Produktbewertungen oder Kochrezepten gelangen © Shopreme

Hardware-Partner Umdasch

Auch der Amstettener Ladenbauer Umdasch erkannte den Mehrwert der Lösung des Grazer Start-ups für seine Handelskunden. 2020 beteiligte sich Umdasch deshalb mit seinem hauseigenen Innovations-Hub an Shopreme – es kam zu einer Ausgründung der neuen Shopreme GmbH als Joint Venture von Wirecube und der Umdasch Group Ventures GmbH. Damals stieß auch Kevin Müller zum Team. „Ich war Mitarbeiter Nummer 15. Heute sind wir 50“, weist er auf die steile Wachstumskurve hin. Am Firmensitz in Graz mischen sich inzwischen Experten aus 13 unterschiedlichen Ländern. 

Das Kerngeschäft von Shopreme ist nach wie vor Scan & Go für das Smartphone, meist integriert in die Kunden-App der jeweiligen Händler. Doch längst ist auch der Handscanner und das Self-Scanning-Terminal ein wichtiger Teil der Customer Journey, insbesondere im Lebensmittelhandel. „Wir haben gemerkt, dass viele Kunden weiterhin Wert auf einen klassischen Verabschiedungspunkt im Laden legen. Bei Scan & Co fühlen sich viele unsicher, ob beim Bezahlvorgang auch alles geklappt hat. Auch die Mitarbeiter:innen in der Filiale sind oft verunsichert, ob jemand, der mit der Ware rausgeht, auch korrekt bezahlt hat“, erklärt Kevin Müller. „Eine schöne Stele mit einem integrierten Zahlungsterminal bringt da mehr Klarheit und Akzeptanz für die Kund:innen, aber auch die Kolleg:innen aus der Filiale.“

„Am schönsten ist es zu sehen, welchen Impact wir haben und wie hoch die Nutzungsraten sind. Wir helfen Millionen Kunden dabei, den Einkauf angenehmer zu machen und sich Zeit zu sparen.“

Kevin Müller, Director of Retail Acceleration & Checkout Transformation bei Shopreme

Doch auch die Zahl der Kund:innen und Filialkolleg:innen, für die Scan & Go auch ohne Exit Terminal keine Herausforderung darstellt, ist ebenso weiter im Steigen begriffen. „Unser Ökosystem besteht aus Apps, Self-Checkout Kiosk (shopreme matrix) und unserer Exit-Hardware (shopreme vector). Die Hardwarelösungen haben wir dabei immer gemeinsam mit Umdasch entwickelt“, erklärt Müller. Dadurch ist eine formschöne und praxistaugliche Umsetzung gewährleistet, die auch den einen oder anderen Mehrwert bietet. So lässt sich die Selbstbedienungskasse auch für Retail-Media-Angebote nutzen, wo etwa auf Aktionen hingewiesen wird. Für die Benutzeroberfläche ist Shopreme zuständig – mit ebenso hohem Designanspruch: „Unsere Lösung soll zumindest so gut aussehen wie die beste App am Smartphone“, sagt Kevin Müller.

Neue Themen: Digitaler Beleg und autonomer Store

Der Bezahlvorgang ist aber nur eine der Funktionen im Portfolio. Per Smartphone-Scan kann die Kundin oder der Kunde auch zu zusätzlichen Produktinformationen gelangen und so Hilfe zur Kaufentscheidung erhalten. Mit Scan & Go kann man darüber hinaus auf multimedialen Content verweisen, auf Produktbewertungen oder auf Kochrezepte – und so auch Zusatzkäufe auslösen.

Einer der aktuell wichtigsten Trends ist der Übergang vom physischen Kassenzettel aus Thermopapier hin zum digitalen Beleg, idealerweise in der Händler-App und verknüpft mit einer digitalen Kundenkarte. Ebenso große Dynamik verspürt Kevin Müller im Bereich der autonomen Stores – und auch hier ist Shopreme natürlich engagiert. Bei all dem gelte: „Wir wollen das beste, hochwertigste Self-Checkout-Ökosystem anbieten.“

Intuitive Usability

Wichtigster Knackpunkt in all diesen Themenbereichen ist und bleibt die einfache und intuitive Usability. „Bei neuartigen Systemen hat man oft nur eine einzige Chance, Kunden von der Verwendung zu überzeugen“, erklärt Kevin Müller. „Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.“ Shopreme scheint hier gute Karten zu haben: „Noch vor ein paar Jahren hat man sich im Handel gedacht, mit Self-Scanning-Lösungen erreicht man vor allem Millennials und Gen Z. Doch wir haben eine Technologie geschaffen, die so intuitiv ist, dass das Alter keine Rolle spielt. Auch die Dame mit dem Rollator nutzt heute gerne die Selbstbedienungskasse oder ihr Smartphone.“ Das sei auch das persönlich Befriedigendste an seiner Aufgabe, so Kevin Müller: „Am schönsten ist es tatsächlich zu sehen, welchen Impact wir haben und wie hoch die Nutzungsraten sind. Wir helfen Millionen Kunden dabei, den Einkauf angenehmer zu machen und sich Zeit zu sparen.“

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