Mehr Käse, Eier und Fisch: So verändert sich Österreichs Speiseplan

Die Österreicher:innen konsumieren mehr Käse, Eier und Fisch. Der Fleischkonsum bleibt nahezu unverändert. Die neuen Versorgungsbilanzen von Statistik Austria zeigen aber auch, wie unterschiedlich die heimische Landwirtschaft mit den Veränderungen der Nachfrage Schritt hält.

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Österreichs Ernährungsgewohnheiten sind in Bewegung. Besonders deutlich verändert sich der Käsekonsum. 2025 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 27,8 Kilogramm und damit um 1,3 Kilogramm höher als im Jahr davor. Dahinter steckt keine einmalige Schwankung. 2023 waren es erst 24,1 Kilogramm gewesen. Innerhalb von zwei Jahren ist der Pro-Kopf-Verbrauch damit um gut 15 % gestiegen.

Mehr konsumiert wurden außerdem Eier und Fisch. Im Schnitt wurden 2025 246 Eier pro Kopf gekauft, um vier mehr als im Vorjahr. Der Fischverbrauch erhöhte sich von 8,0 auf 8,5 Kilogramm pro Kopf. Beim Fleisch gab es hingegen kaum Bewegung: Mit 58,5 Kilogramm lag der Pro-Kopf-Verzehr praktisch auf Vorjahresniveau. Innerhalb der Kategorie sank Rind und Kalb von 9,9 auf 9,6 Kilogramm, während Schweinefleisch leicht von 32,6 auf 32,8 Kilogramm zulegte.

Proteintrend erreicht den Alltag

Dass ausgerechnet mehrere proteinreiche Lebensmittel zulegen, passt zu einem breiteren Ernährungstrend. AMA-Marketing bezeichnet Protein auf Basis der RollAMA als einen der bestimmenden Ernährungstrends 2025 in Österreich. Besonders interessant für die Interpretation der Statistik-Austria-Zahlen ist, dass etwa Skyr produktionstechnisch als Frischkäseerzeugnis gewertet wird und somit unter Käse fällt.

Heimische Käseproduktion wächst mit

Bislang kann die heimische Produktion mit der steigenden Nachfrage gut Schritt halten. 2025 wurden in Österreich knapp 299.000 Tonnen Käse und Schmelzkäse erzeugt, gut 4 % mehr als im Vorjahr. Der Selbstversorgungsgrad blieb trotz des wachsenden Verbrauchs bei 109 %.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Österreich ohne Importe auskommt: Rund 159.000 Tonnen Käse wurden 2025 eingeführt, gleichzeitig aber rund 180.000 Tonnen exportiert. Die Versorgungsbilanz zeigt damit auch, wie eng die heimische Lebensmittelversorgung mit dem internationalen Warenverkehr verflochten ist.

Mehr Fisch bedeutet mehr Importe

Anders als beim Käse kann die heimische Produktion den steigenden Fischkonsum kaum auffangen. 2025 wurden lediglich 5.600 Tonnen Fisch in Österreich erzeugt, sogar etwas weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Importe auf rund 85.500 Tonnen. Der Selbstversorgungsgrad sank von 8 auf nur noch 7 %.

Bei Eiern erhöhte sich die heimische Produktion um rund 2 % auf knapp 2,1 Milliarden Konsumeier. Der Selbstversorgungsgrad blieb bei 86 % stabil.

Fleisch: Etwas weniger Rind, etwas mehr Schwein

Beim Fleisch zeigt sich zuletzt wenig Bewegung. Der Pro-Kopf-Verzehr lag 2025 bei 58,5 Kilogramm und damit praktisch auf Vorjahresniveau. Rind und Kalb gingen leicht von 9,9 auf 9,6 Kilogramm zurück, Schweinefleisch stieg von 32,6 auf 32,8 Kilogramm. Insgesamt produzierte die heimische Landwirtschaft 2025 rund 874.000 Tonnen Fleisch, 1 % mehr als im Vorjahr. Österreich erreicht damit einen Selbstversorgungsgrad von 107 %. Besonders hoch ist er bei Rind und Kalb mit 146 %, während er bei Geflügel trotz einer Verbesserung auf 77 % deutlich darunter liegt.

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