Weihnachtsshopping im Europa-Vergleich

Eine neue Studie der Offerista Group gibt Einblick ins vorweihnachtliche Einkaufsverhalten in acht europäischen Ländern. Dabei offenbaren sich interessante Unterschiede. Österreicher kaufen etwa deutlich lieber Spielwaren, dafür weniger oft Mode oder Lebensmittel.

(c) Adobe Stock

Die Inflation beschäftigt die Menschen – und das nicht nur in Österreich. Auf die Frage, welche Probleme sie derzeit beunruhigen, nennen die meisten Österreicher:innen (57 %) die Inflation und die steigenden Preise. Überraschung: Damit ist der Wert unter allen acht abgefragten Ländern (neben Österreich auch in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Rumänien, Spanien und Ungarn) hierzulande am niedrigsten. In Frankreich etwa zeigen sich sogar 86 % der Bevölkerung von der Inflation beunruhigt, in Rumänien sind es über 80 %, Spanien und Bulgarien liegen mit 79 bzw. 77 % nur wenig besser.

Inflation führt zu Einschränkungen

Von den aktuellen kriegerischen Konflikten im Nahen Osten und in der Ukraine zeigen sich immerhin gut 40 % der Österreicher:innen beunruhigt, von der eigenen finanziellen Situation etwa 35 %. Mit 19 % an abgeschlagener Position liegt der Klimawandel. Er ist auch in den anderen Ländern ein weit hinten gereihtes Problem. Generell wirken die Österreicher im internationalen Vergleich trotz aller Probleme recht entspannt: Immerhin 14,5 % meinen, dass sie von gar nichts beunruhigt sind. Dieser Wert ist in allen anderen Ländern deutlich niedriger und liegt im einstelligen Bereich. 

Trotzdem führt die Inflation auch in Österreich zu Einschränkungen im täglichen Leben. 61 % planen gehen weniger oft ins Restaurant, jede bzw. jeder Zweite schränkt sich beim Kauf von Möbel und Kleidung oder bei Ausflügen ein. Nur 17 % kommen ganz ohne Einschränkungen durch. Auch damit liegt Österreich vergleichsweise gut, in den meisten anderen europäischen Ländern wollen sich die Menschen in nahezu allen Bereichen stärker einschränken als hierzulande. Besonders stark ist der Sparwille in Frankreich ausgeprägt, am vergleichsweise niedrigsten in Deutschland.

Bringt das Christkind heuer keine Geschenke?

Die Inflation hat daher auch Auswirkungen auf die Schenkfreudigkeit. Laut der Offerista-Studie planen dieses Jahr 41 % der Österreicher:innen gar keine Weihnachtseinkäufe, die Hälfte davon explizit aus Spargründen. Nur in Deutschland sind die Weihnachtsmuffel noch häufiger anzutreffen.

Bei jenen, die auf weihnachtliche Shoppingtour gehen, wird das Weihnachtsshopping immer weiter vorgezogen: 32 % der schenkwilligen Personen in den befragten Ländern wollen früher als letztes Jahr mit den Weihnachtseinkäufen beginnen, bei den Österreicher:innen sind es 35 %. So habe man mehr Zeit für die Auswahl der besten Angebote, gibt jede:r zweite Befragte an.

Welche Medien inspirieren die Menschen?

Als Inspirationsquelle für Geschenkideen, Dekoration, Festessen & Co liegen in Österreich die lokalen Geschäfte mit 40 % knapp vor Social Media (39 %) Printmedien (34 %) und Newslettern (24 %). Auch hier tickt die Uhr hierzulande etwas anders als im Ausland: Im europäischen Durchschnitt liegt Social Media vor den lokalen Geschäften.

Und wo informieren sich die schenkwilligen Österreicher:innen konkret zu passenden Aktionen und Angeboten für ihren Weihnachtseinkauf? Mehr als jede:r Zweite nutzt dafür digitale Prospekte (51 %), gefolgt von Printmedien (49 %), den Websites der Händler und Marken (45) und Newslettern (31 %).

Wo wird eingekauft: Online oder stationär?

In Österreich planen 50 % der Schenkwilligen ihre Weihnachtsgeschenke sowohl online als auch stationär zu kaufen. 36 % wollen nur im Geschäft kaufen, 14 % wollen ihre Weihnachtseinkäufe nur online erledigen. In Deutschland ist der Anteil jener Personen, die sowohl online als auch stationär kaufen mit 62 % deutlich höher und in Rumänien mit 30 % am geringsten. Dort wird am liebsten im Geschäft eingekauft (64 %). Interessant: Auf die Frage, ob man/frau lieber in einem stationären Geschäft einkaufen möchte, wenn man besser über Aktionen und Angebote informiert würde, sagen 72 % der österreichischen Nur-Online-Shopper ja.

Wieviel Geld wird für Geschenke ausgegeben?

Die meisten der schenkwilligen Österreicher:innen (38 %) planen für ihre Geschenke ein Budget zwischen 100 und 200 Euro  ein. 20 % der „Christkinder“ wollen zwischen 200 und 300 Euro für ihre Geschenke ausgeben. 13 % planen zwischen 300 und 400 Euro ein, 18 % sogar mehr als 400 Euro. 11 % wollen mit einem Budget unter 100 Euro auskommen. 59 % geben an, dass das diesjährige Budget für Weihnachtseinkäufe im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben ist.

Was wird für Weihnachten gekauft?

Die Top 3 in Österreich gehen an Spielwaren (46 %) vor Kleidung, Schuhen, Accessoires, Sportartikel (39 %) und Kosmetikartikel/Parfums (36 %). Dahinter folgen Deko-/Wohnartikel (28 %), Essen/ Trinken (27 %), Bücher/Games/CDs/Platten/Konzerttickets (23 %), und Handys/Computer/Tablets/Smart-Home-Geräte (16 %).

Auch hier gibt es unter den einzelnen Ländern einige Unterschiede. Betrachtet man alle acht Länder gemeinsam, liegt der Bereich Nahrungsmittel und Getränke (43 %) auf Platz eins. Spielwaren sind nur in Frankreich (48 %) noch beliebter als in Österreich und belegen europaweit betrachtet nur den dritten Platz im Ranking. Kleidung, Schuhe, Accessoires und Sportartikel wiederum werden vor allem in südlichen Ländern deutlich häufiger für Weihnachten gekauft. Beliebt ist der Mode-Kauf vor allem in Spanien (65 %) und Italien (52 %). 

„Wenn es um das Einkaufsverhalten der Verbraucher:innen geht, gibt es im europaweiten Vergleich einige Unterschiede. Das gilt es auch bei der Bewerbung der Angebote zu berücksichtigen. Mit unserem Netzwerk von über 1.400 Plattformen können Retailer oder Marken mit einem Briefing in ganz Europa reichweitenstark werben. Die Aussteuerung und Abstimmung übernehmen dabei wir“, so Oliver Olschewski, Geschäftsführer der Offerista Group Austria.

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