Schweinefleisch ist das meistkonsumierte Fleisch in Österreich. Dabei setzen Importe und Schleuderpreise österreichische Betriebe massiv unter Druck. Hier kann der Handel ansetzen: regionale Fleischproduktion stärken und damit Vertrauen, Wertschöpfung und die heimische Versorgung sichern. Rund um den Tag des Schweins am 1. März rückt der Verein Land schafft Leben Österreichs Lieblingsfleisch in den Fokus.
Von Frankfurter und Extrawurstsemmerl über Spanferkel und Grillkotelett bis zu Blunzengröstl, Schnitzel und Schweinsbraten – Schweinefleisch ist ein traditioneller Bestandteil vieler österreichischer Gerichte. Kein anderes Fleisch wird hierzulande häufiger gegessen, mit rund 33 Kilogramm pro Kopf und Jahr liegt Schweinefleisch klar vorne. Wenig überraschend, schließlich ist es kulinarisch vielseitig einsetzbar, proteinreich, hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist ganzjährig aus heimischer Produktion verfügbar.
Importdruck und steigende Anforderungen
Während im Lebensmitteleinzelhandel in der Regel nur österreichisches Frischfleisch angeboten wird, zeigt sich bei verarbeiteten Produkten wie Wurstwaren oder im Außer-Haus-Verzehr meist ein anderes Bild. Hier landet oft Importware in der Extrawurst oder als Schnitzel auf dem Restaurantteller – und das im Regelfall billiger produziert und ohne klar ersichtliche Herkunftsangabe.
Neben der zunehmenden Importe setzen Schleuderpreise und gleichzeitig strenger werdende Haltungsauflagen die heimische Schweinebranche unter Druck. Und während viele Konsumentinnen und Konsumenten mehr Tierwohl fordern, kaufen fast alle letztendlich konventionell erzeugtes Fleisch. Nur rund zwei Prozent der Menschen in Österreich greifen zu Bio- und Tierwohlschweinefleisch – Tendenz sinkend. Vereinfacht ausgedrückt kommen aktuell fast alle Schweineschnitzel aus konventioneller Haltung – obwohl die heimische Landwirtschaft auch Bio und Tierwohl zu bieten hat.
Haltung und Verantwortungsbewusstsein zeigen
Wie die Zukunft der österreichischen Schweinebranche und unserer Esskultur aussieht, gestaltet jede und jeder mit – genau hier kann auch der Handel ansetzen. Regionalität, Tradition und österreichische Qualität im Regal klar sichtbar zu machen, zahlt sich aus: für Kunden-Vertrauen und die eigene Positionierung im Wettbewerb – und schlussendlich für die Zukunft der österreichischen Esskultur und Landwirtschaft. Damit es auch weiterhin qualitativ hochwertiges Schweinefleisch „made in Austria“ gibt.
