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Die Zeit ist reif für unser Lieblingsgemüse: die Tomate

Die Tomate ist das beliebteste Gemüse in Österreich. Jetzt im Sommer haben die heimischen Tomaten Saison, durch den Anbau im Glashaus sind sie grundsätzlich allerdings fast das ganze Jahr über verfügbar. Trotzdem stammen viele Tomatenprodukte aus dem Ausland, erklärt der Verein Land schafft Leben.

© Land schafft Leben

Die Tomate oder auch „Paradeiser“ gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, genauso wie ihre botanischen Verwandten wie beispielsweise die Kartoffel oder die Paprika. Je nach Sorte können sich Tomaten in Größe, Form Farbe, Schattierung und Geschmack unterscheiden.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Tomaten liegt hierzulande bei rund 32 Kilogramm im Jahr. Damit sind sie mit einem deutlichen Vorsprung das beliebteste Gemüse der Österreicherinnen und Österreicher. Auf Platz zwei und drei folgen Karotten und Zwiebeln.

Haben Tomaten in Österreich das ganze Jahr Saison?

Derzeit haben Paradeiser in Österreich Hochsaison. Aufgrund von beheizten und beleuchteten Glashäusern sind allerdings auch in der kalten Jahreszeit Tomaten aus heimischem Anbau verfügbar. Ob die Tomaten im Glashaus oder im Folientunnel produziert wurden, ist auf dem Etikett im Regelfall nicht ersichtlich – nur eine biologische Produktionsweise ist eindeutig gekennzeichnet.  Es zahlt sich aus, Tomaten sowohl in der Saison als auch aus der Region zu konsumieren – nicht zuletzt, weil dann der CO2-Fußabdruck am geringsten ist. Denn das Beheizen und Beleuchten der Glashäuser im Winter verursacht einen größeren CO2-Fußabdruck. Wie hoch dieser tatsächlich ist, hängt vor allem von der verwendeten Energiequelle ab. Zudem führt unser Wunsch nach ganzjähriger Verfügbarkeit dazu, dass Paradeiser in den Wintermonaten vermehrt nach Österreich importiert werden. Sie kommen dann aus südlicheren Ländern wie Spanien, wo zwar vielleicht nicht beheizt, dafür aber künstlich bewässert werden muss. Das kann in diesen ohnehin niederschlagsarmen Regionen zu Wasserknappheit führen.

Stecken im Ketchup unsere eigenen Tomaten?

Die Tomaten in verarbeiteten Produkten kommen nur im Ausnahmefall aus Österreich. Die heimische Produktion reicht dafür nicht aus, unser Selbstversorgungsgrad liegt gerade einmal bei 17 Prozent. Außerdem haben unsere Tomaten nicht die für die Verarbeitung gewünschten Eigenschaften. Die Paradeiser für beispielsweise Ketchup oder Sugo kommen meist aus China. Diese werden unter anderem in Italien zu Tomatenprodukten weiterverarbeitet, bevor sie in unseren Supermärkten landen. Ersichtlich ist deren Herkunft für die Konsumentinnen und Konsumenten in der Regel nicht. Denn diese muss – im Gegensatz zu frischen Tomaten – auf verarbeiteten Tomatenprodukten nicht gekennzeichnet werden. Sind österreichische Paradeiser enthalten, wird dies meist freiwillig angegeben.

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