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Die Pleitewelle rollt

Die Pleiten haben laut AKV im 1. Halbjahr deutlich zugenommen – besonders im Handel. Für das 2. Halbjahr droht noch eine deutliche Verschärfung der Entwicklung. Handelssprecher Rainer Will fordert effektive Maßnahmen der Bundesregierung.

Hans Musser, Geschäftsführender Direktor Alpenländischer Kreditorenverband (c) AKV

Der Kreditschutzverband AKV hat die Insolvenzstatistik für das 1. Halbjahr 2023 veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse:

Forderungen des Handelsverbands

Umso wichtiger wäre es, dass die Bundesregierung jetzt Taten setzt. Insbesondere am Arbeitsmarkt sowie bei den Kosten- und Abgabenbelastungen muss nachgebessert werden. Der Handelsverband hat sowohl auf die drohenden Entwicklungen als auch auf die erforderlichen regulativen Schritte immer wieder hingewiesen. Effektive Maßnahmen sind bis dato ausgeblieben.

“Alleine heuer ist der Handel auf Mehrkosten in Höhe von 486 Mio. Euro sitzen geblieben. Milliardenschwere Hilfszahlungen gab es nur für die Industrie. Unsere Händler warten immer noch auf einen Energiekostenzuschuss, der diesen Namen auch verdient. Der Energiekostenzuschuss 1 war de facto ein reiner ‘Industriekostenzuschuss’. Der Energiekostenzuschuss 2 wurde uns zu Weihnachten 2022 versprochen, passiert ist bis heute nichts“, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. “Zwar sind die Großhandelspreise für Energie inzwischen gesunken und die Speicherstände haben sich wieder deutlich entspannt. Doch Regulative für den Energiemarkt stehen weiter aus – Stichwort Reform des Merit-Order-Systems. Damit droht für den kommenden Winter, dass es abermals zu einem Marktversagen kommt. Das ist derzeit eine der größten Sorgen des Handels“, so der Handelssprecher abschließend.

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