goodio bringt digitale und nachhaltige Kundenbindung für heimische Händler:innen

Kundenbindung hat generell aber gerade in Krisenzeiten einen unschätzbaren Wert. Darum erkennen immer mehr Unternehmen die Bedeutung digitaler Loyalty- und Rewardplattformen. So hat es sich die brandneue App goodio zum Ziel gesetzt, das stationäre Geschäft von vor allem kleinen und mittleren Handelsunternehmen zu pushen, indem es Kund:innen direkt am Smartphone anspricht und anschließend für gesammelte Punkte mit Prämien belohnt.

Mit der Redaktion von retail.at spricht Wolfgang Stockner, CEO und Gründer von bluesource und seit Kurzem auch von goodio, über das neue digitale Kundenbindungsprogramm am österreichischen Markt. Welche Vorteile entstehen für Händler:innen bei einer Listung auf goodio und warum ist Kundenbindung heute wichtiger als noch vor einigen Jahren?

In diesem Beitrag erfahren Sie alles was Sie wissen müssen, sollten Sie goodio für Ihr Geschäft nutzen und Ihre Stammkundenbasis ausbauen wollen.

HV: Obwohl sie gerade erst gelauncht wurde, spricht man in der Handelswelt bereits von goodio. Seit wann ist die goodio.app auf dem Markt und für Händler:innen zugänglich?

Stockner: goodio ist „brandnew“. Tatsächlich ist die App erst seit Ende Jänner 2022 im Appstore bzw. Google Playstore erhältlich.

HV: bluesource ist der Entwickler hinter dem Kundenbindungsprogramm mobile-pocket. Basiert goodio auf derselben Software?

Stockner: Das Öko-System basiert auf mobile-pocket. goodio hat jedoch seine eigenen Ausprägungen, die insbesondere für kleinere und mittlere Händler:innen relevant sind. Beim Entwickeln der App haben wir uns über die aktuellen Trends im stationären Handel Gedanken gemacht und darüber, was kleine Händler:innen beschäftigt. Denn in den letzten zwei Jahren litten gerade die Kleinen unter enormen Einbußen, obwohl gerade sie auf Stammkund:innen angewiesen sind. Gleichzeitig beobachteten wir einen massiven Trend Richtung Digitalisierung. All diese Komponenten wurden in der Entwicklung von dem Gedanken „Wir wollen etwas Gutes für die Umwelt tun“ begleitet. goodio ist unser finales Gesamtprodukt, das all dies vereint und kleinen und mittleren Händler:innen ab sofort zur Verfügung steht.

HV: „mobile-pocket“ ist als Kundenbindungsprogramm für große Händler:innen sehr erfolgreich. So zählen zum Beispiel Kika und Leiner seit 2021 zu Ihren Kunden. mobile-pocket verfügt zudem über eine Bezahlfunktion. Was ist der Unterschied zwischen mobile-pocket und goodio?

Stockner: mobile-pocket ist auf die ganz großen Händler:innen ausgelegt. Diese betreuen eigene Kundenbindungssysteme via CRM-Systemen, aus welchen Auswertungen und Schlüsse gezogen werden. Gerade für kleinere Händler:innen ist der Verkauf das Kerngeschäft – hier gibt es keine hohen finanziellen Ressourcen, um teure Kundenbindungsprogramme zu integrieren wie auch nicht genügend personelle Ressourcen, um diese zu betreiben.

goodio ist ein sehr einfaches Kundenbindungsprogramm mit minimalen Barrieren und dennoch kann der volle Nutzen eines digitalen bzw. mobilen Kundenbindungsprogramms ausgeschöpft werden. Das Onboarding funktioniert schnell – neben einer Steigerung der Kundenfrequenz lässt sich eine digitale Stammkundenbasis aufbauen. In weiterer Folge können die Shopbetreiber:innen mit den Konsument:innen über das Smartphone kommunizieren.

Eine in goodio integrierte Bezahlfunktion ist übrigens in Entwicklung und folgt demnächst.

HV: Welche Prämien können Kund:innen über goodio erhalten, wenn sie genügend Punkte gesammelt haben?

Stockner: Sämtliche Prämien werden von den Händler:innen individuell festgelegt, da jede:r mit goodio sein/ihr eigenes Kundenbindungsprogramm betreibt. Bei goodio handelt es sich nicht um ein übergreifendes Multipartnerprogramm wie wir es vom Markt kennen.

Bei jedem Einkauf sammeln Kund:innen Punkte, die nur im jeweiligen Geschäft gegen Prämien eingetauscht werden können. Gerade kleinere Händler:innen sind drauf angewiesen, dass die Punkte nicht beim Nachbarn gesammelt und anschließend in der eigenen Filiale eingelöst werden.

goodio Initiative „GEMMA einkaufen“. 500 Punkten subventionieren einen Mostbaum

HV: Man munkelt goodio ist besonders umweltfreundlich und unterstützt den Erhalt von Mostbirnbäumen. Was ist da dran?

Stockner: Das ist richtig. goodio bietet einen besonderen umweltfreundlichen Anreiz für alle Beteiligten, der in Niederösterreich gelauncht wurde: Mit jedem Euro, der über die Plattform ausgegeben wird, werden auch Birnen gesammelt. Wenn eine Konsumentin 500 Birnen erwirtschaftet hat, wird ein Mostbirnbaum gepflanzt. Dies hat eine schöne Wirksamkeit in der Region zur Folge, denn so wird der pflegeintensive Mostbirnbaum, dessen Bestand sowieso zurückgeht, subventioniert. Damit wird Gutes für die heimische Umwelt getan und das Kulturgut der lokalen Mostbauern vom Aussterben bewahrt.

Zukünftig wird man als Konsument:in zwischen einigen österreichweiten Projekten auswählen können, die man mit den gesammelten Bonuspunkten unterstützen möchte.

HV: Was kostes die Listung in der App für die Händler:innen?

Stockner: goodio verfügt über ein niedriges Preisniveau. Für 38 Euro im Monat, wird man als Händler:in auf der Plattform gelistet und kann im Self-Service ein Kundenbindungsprogramm aufbauen. Welche Prämien bei welchem Budget für die eigenen Kund:innen parat stehen, kann individuell entschieden werden. goodio unterstützt und berät gerne, wenn es um das Setzen von attraktiven Prämien geht.

HV: Welche sind die 3 großen Vorteile für Händler:innen, wenn sie auf goodio setzen?

Stockner: Vorteil Nummer 1 ist die Möglichkeit, ein eigenes Stammkundenbindungs-programm inklusive Datenbank aufzubauen. Bei der Nutzung von goodio gehen Stammkundendaten datenschutzkonform an den/die Händler:in über. Die Daten können herangezogen werden, um Einsicht in das Kundenverhalten zu erlangen, aber auch um über spannende Angebote, Coupons, digitale Broschüren oder Veranstaltungen zu informieren.

2. Vorteil:  Die direkte Ansprache von Kund:innen. Mit goodio muss man als Händler:in nicht technik-affin sein, da die Bedienung sehr leicht von der Hand geht. Synergien, die durch goodio entstehen, sind ein großer Pluspunkt: Du kaufst beim Bäcker ein und wirst auf ein Angebot vom Drogerieladen um die Ecke aufmerksam gemacht und umgekehrt. Der stationäre Handel befruchtet sich so gegenseitig und das alles in ein und derselben App. Wir setzen hier stark auf den Plattformgedanken.

3. Vorteil: goodio stärkt die Region, den lokalen und regionalen Handel und befruchtet damit Stadt- und Ortskerne. Zudem wird Konsum wieder besser besetzt, da Konsument:innen ein klarer Anreiz geboten wird, um im regionalen Handel einzukaufen, anstatt Artikel online aus dem Ausland zu bestellen. Nachhaltiges Handeln wird belohnt und gleichzeitig der CO2-Fußabdruck durch unterschiedliche Maßnahmen verringert.

Verschmelzung von Online & Offline: goodio senkt Hürde

HV: Ist Kundenbindung heute wichtiger als noch vor einigen Jahren? Wenn ja, warum?

Stockner: Diese Frage lässt sich mit einem klaren „Ja“ beantworten. Kundenbindung ist deutlich wichtiger geworden, da die Loyalität der Konsument:innen sinkt. Als Händler:in muss man darauf achten, die eigenen Kommunikationskanäle aufrecht zu erhalten und die Konsument:innen richtig anzusprechen.

Während der Corona-Krise zeigte eine Auswertung via mobile.pocket, dass jene Handelsbranchen, in welchen stärker nach außen zu den Kund:innen hin kommuniziert wurde, eine schnellere Erholung im Kaufverhalten sicherstellen konnten. Ein großes Problem ist definitiv, dass viele Kund:innen nicht wussten, ob ein Geschäft gerade wieder geöffnet hat und welche Angebote sie erwarten – wie zum Beispiel eine Einladung zu einem Glas Sekt beim liebsten Modegeschäft. Es geht darum, Kund:innen zu informieren.

HV: Macht es Sinn für eine:n Händler:in bei goodio mit dabei zu sein, wenn diese:r keinen Onlineshop betreibt?

Stockner: Absolut. Wir sprechen mit goodio primär stationäre Händler:innen an – dort können auch Angebote für den Onlineshop promotet werden. Es geht außerdem stark um die Multi-Channel-Verbindung. Goodio selbst bewegt sich in einer rein digitalen Welt über die App am Smartphone, aber das große Ziel dahinter ist tatsächlich Kunden zum physischen Einkauf im stationären Handel zu bewegen.

Wolfgang Stockner ist Mitgründer und CEO des Software-Entwicklers bluesource Mobile solutions, mobile-pocket und der neuen App goodio.

Kommentar verfassen