ANUGA 2021 „Taste the future“: Die Messe der globalen Ernährungsindustrie

ANUGA Messe 2021 in Köln, Deutschland: Entdecke neue Food Trends, mach mit bei Konferenzen, netzwerke und lerne die gesamte Industrie vom 9. – 13. Oktober 2021 kennen.

Nach einer coronabedingten allgemeinen Messenpause findet die ANUGA Messe dieses Jahr endlich wieder vom 9. bis 13.Oktober live in Köln statt. Sie ist die größte Messe zur Lebensmittel- und Getränkebeschaffung und dabei auch für Importgeschäft aus Schwellen- und Entwicklungsländern nicht mehr wegzudenken. Dieses Jahr setzen die Aussteller:innen vor allem auf Nachhaltigkeit und den Wandel in der Ernährungsindustrie.

Bei der Anuga hat 2021 geht es darum, ein physisches Treffen zwischen der Lebensmittel- und Getränkebranche zu ermöglichen. Die Welteitmesse der globalen Ernährungsindustrie unter der Leitung von Messendirektorin Stefanie Mauritz findet zwei Mal jährlich statt und steht für persönliche Begegnungen, die Pflege von Kontakten und den nachhaltigen Aufbau geschäftlicher Beziehungen. Bei der diesjährigen ANUGA wird es mehr als 4.600 Aussteller:innen aus 98 Ländern geben. Über 170.000 Besucher:innen werden dieses Jahr erwartet! Zusätzlich gibt es dieses Jahr erstmalig Anuga @home, wobei der Branchentreff auch digital stattfindet. Das Messekonzept der Anuga sieht 10 Fachmessen mit folgenden Schwerpunkten vor, die nicht nur Orientierung bieten sollen, sondern auch vielfältige Geschmackserlebnisse bieten:

  • Anuga Fine Food
  • Anuga Drinks
  • Anuga Chilled & Fresh Food
  • Anuga Meat
  • Anuga Frozen Food
  • Anuga Dairy
  • Anuga Bread & Bakery
  • Anuga Hot Beverages
  • Anuga Organic
  • Anuga Culinary Concepts
Die kuriosesten Foodtrends des Jahres unter dem Motto „Taste the future“

Das Messekonzept der Anuga beinhält spannende Programmpunkte. Am Puls der Zeit wird mit kreativen Konzepten und innovativen Produkten aus aller Welt der Weg in die Zukunft rund ums Lebensmittel vorgezeigt. Dieses Jahr mit dabei sind spannende Produkte, die es nicht überall zu bekommen gibt: Aus Ecuador kommen gefriergetrocknete Bananen, Erdbeeren und Pitahayas sowie verschiedene Hot-Pepper-Varianten (getrocknet, gesalzen, püriert oder geräuchert); Ägypten präsentiert entwässertes Gemüse & dehydrierte Kräuter. Usbekistan wird eine große Auswahl an getrocknetem Gemüse vorstellen, Sri Lank, ein Paradies für Bio-Produkte, ist Vorreiter in Sachen Bio-Anbau. Auf der Anuga erfährst du, wie die ökologische Agrarproduktion für den Export gefördert wird.

Auf dem Programm steht unter anderem die Anuga Executive Summit, die Anuga Taste Innovation Show als Trendbarometer und Impulsgeber für das globale Food Business – hier werden die wichtigsten neuen Produkte von einer aus Journalist:innen und Marktforscher:innen bestehenden Jury ausgewählt.

Bei der „New Food Conference – Kultiviertes Fleisch | Die Agrarrevolution“ wird erstmals zellbasiertes Fleisch, umgangssprachlich Laborfleisch, vorgestellt und beim Vortrag „Algen als nachhaltiges Lebensmittel der Zukunft“ stehen Lebensmittel der Zukunft im Mittelpunkt. Allein zur Produktkategorie „Alternative Meat Proteins“ gibt es insgesamt 178 Aussteller:innen. Im Vortrag zu „Future 50 Foods“ stehen Zutaten im Fokus, die Mensch und Planet positiv beeinflussen. Generell werden den Teilnehmenden die kuriosesten Food-Trends des Jahres präsentiert.

Im Fokus steht das Leitthema “Transform”

Neben dem Thema Nachhaltigkeit lautet das Leitthema der Anuga 2021 „Transform“. Dabei geht es um den Wandel in der Ernährungsindustrie, denn die Pandemie hat die Schwächen des globalen Foodsystems noch einmal verstärkt sichtbar gemacht.

Darüber hinaus geht es um die Ernährungswende, die nicht nur in der Lebensmittel- und Getränkeproduktion oder in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten stattfindet, sondern auch neue Spannungsfelder verschiedener Systeme abbildet, etwa Globalisierung versus Deglobalisierung oder Convenience – also teilfertige Gerichte – versus Nachhaltigkeit.

Bei der Anuga 2021 gibt es dieses Jahr einige neue Formate, wie zum Beispiel Aussteller:innen, die organische Lebensmittel oder Halal-Food präsentieren. Es werden auch zahlreiche Alternativen zu Milch oder Fleisch vorgestellt sowie Lebensmittel, die für Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet sind. Pflanzenbasierte Produkte und alternative Proteinprodukte sind demnach voll im Trend.

Die weltgrößte Messe für Ernährungswirtschaft und Nahrungsmittelindustrie eröffnet neue wirtschaftliche Perspektiven und Branchenakteur:innen werden in ihrer Gesamtheit auf persönlicher Ebene und in der digitalen Welt zusammengebracht.

„Import Austria“ und Plattform Lebensmittel Wertschätzen fördern grenz- und branchenübergreifende Vernetzung

Apropos „vernetzen“, der Handelsverband betreibt das Importinformationsprogramm „Import Austria“, das den heimischen Händler:innen bei der Beschaffung von in Österreich nicht verfügbaren Rohstoffen und Produkten unter die Arme greifen soll. Dadurch werden indirekt auch Klein- und Mittelbetriebe in Schwellen- und Entwicklungsländern unterstützt. Die Initiative wird von der Bundesregierung im Rahmen der Austrian Development Agency gefördert.

Zusätzlich bietet der Handelsverband mit der Initiative „Lebensmittel Wertschätzen“ eine überparteiliche Dialogplattform rund ums Lebensmittel. Das Ziel hier ist, Chancen und Druckpunkte entlang der Wertschöpfungskette zwischen Landwirtschaft, Handel und Industrie im Dialog zu erörtern. Der Sprecher des österreichischen Handels, Rainer Will, ist davon überzeugt, dass nur gemeinsam ein nachhaltiger Beitrag geleistet werden kann, um die Wertschätzung regionaler Lebensmittel weiter zu steigern.

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