Tag des Handels: Vorgeschmack Podiumsdiskussion „Circular Packaging im Handel“ mit Spitzenbesetzung im Podium

Wann sprechen wir eigentlich über eine Verpackung? Als Verpackungen gelten aus verschiedenen Packstoffen hergestellte Packmittel, Packhilfsmittel, Paletten zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lieferung und zur Darbietung von Waren. In den letzten Jahren gab es EU-weit vermehrt Diskussionen über das optimale Verpackungsmanagement. So unterliegt auch die Gesetzgebung für Verpackungen einem starken Wandel: Neue Gesetze wie die Single Use Plastics Directive, die Packaging and Packaging Waste Directive oder die Pläne zur Übernahme von Ecomodulation stehen im Raum und stellen unter anderem die Handelsbranche vor neue Herausforderungen.

Das EU-Kreislaufwirtschaftspaket bis 2025

Bis 2025 muss von vielen Ländern noch einiges getan werden, um die Ziele des EU-Kreislaufwirtschaftspakets zu erreichen. Ein Kernelement der neuen Richtlinie sind Recyclingquoten für Verpackungsabfälle. Bis 2025 müssen alle EU-Mitgliedstaaten mindestens 65 Prozent ihrer Verpackungsabfälle recyceln.

Österreich erfüllt bereits heute sämtliche EU-Vorgaben bis 2025. Lediglich beim Recycling von Kunststoff haben wir noch Luft nach oben. Um auch dieses Ziel zu erreichen, ist der einzige Weg, auf innovative Verpackungen, Verpackungsreduktion und – wo möglich – 100 Prozent Recyclingfähigkeit bei Kunststoffverpackungen zu setzen. Fest steht, das Recycling von Kunststoffverpackungen in Österreich muss in den nächsten vier Jahren verdoppelt werden, um die EU-Ziele 2025 zu erfüllen.

Über die Circular Economy und ihren Mehrwert für Handelsunternehmen

Die Circular Economy beschäftigt sich mit neuen Anforderungen an Produktion, Produktgestaltung und Verpackungen. Optimales Verpackungsdesign bezieht auch die Recyclingfähigkeit der Verpackungen mit ein und da kommen wir zum Circular Packaging Design, welches die Grundlage für die Erreichung der vorgegebenen Recyclingquoten bildet. Ziel ist es, Design for Recycling mit Design from Recycling zu verbinden.

Circular Design bietet Händler:innen folgende Vorteile:

• Ressourcen können eingespart werden
• Prozess- und Kosten werden optimiert
• Ökologischer Fußabdruck verbessert sich
• Positionierung als nachhaltiges Unternehmen
• Stärkung der Akzeptanz von Verpackungen bei Konsument:innen

Ressourceneffiziente Verpackungen nutzen hochwertige Sekundärrohstoffe aus dem Recycling in größtmöglichem Ausmaß. Nur so kann der Verpackungskreislauf geschlossen werden. Ganz im Sinn des EU-Kreislaufwirtschaftspakets, das gezielt auf verstärktes Recycling und die ressourcenschonende Gestaltung von Verpackungen setzt. 

Auf der Website der ECR Austria gibt es einen kostenlosen Leitfaden zum Packaging Design for Recycling zum Download! Hier erfährst du alles über die Gestaltung einer Produktverpackung, um eine optimale Zirkularität zu erreichen. Auch der FH Campus Wien hat eine Circular Packaging Design Guideline entwickelt, die kostenlos downgeloadet werden kann.

Du möchtest mehr über „Circular Packaging im Handel“ erfahren? Am 23. September findet im Rahmen des „Tag des Handels“ eine großangelegte Podiumsdiskussion zum Thema statt. Dabei werden sich Leonore Gewessler, Bundeministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Horst Leitner (Hofer), Alessandro Wolf (Lidl) und Harald Mauke (ARA) mit der Kreislaufwirtschaft und dem Verpackungsmanagement auseinandersetzen. Es wird über die Rolle des Handels im Verpackungsdschungel gesprochen sowie gemeinsam mit den Teilnehmer:innen Zukunftsperspektiven der Verpackungswirtschaft diskutiert werden. Diesen spannenden Programmpunkt solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Tickets für den Tag des Handels – eines der spannendsten Events des Jahres – kannst du dir noch online bis zum 16. September 2021 sichern.

Kommentar verfassen