EDEKA: Smarter Einkaufswagen EASY Shopper als POS-Innovation

So sieht der smarte Einkaufswagen “EASY Shopper” aus, der seit einigen Wochen in 60 EDEKA-Filialen in Minden-Hannover im Einsatz ist.

Lasst uns gemeinsam einen Blick nach Deutschland auf EDEKA werfen, den größten Lebensmitteleinzelhändler unserer Nachbarn. Der selbständige EDEKA-Händler Horst Röthemeier und Änne Spannuth, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei EDEKA Minden-Hannover, berichten auf retail.at exklusiv über das neue Einkaufserlebnis mit dem smarten Einkaufswagen „EASY Shopper“, der aktuell in 60 EDEKA-Märkten der Regionalgesellschaft im Einsatz ist. EDEKA Minden-Hannover möchte mit dem EASY Shopper die fortschreitende Digitalisierung auf die Fläche bringen, seinen Marktanteil weiter steigern und nutzt den smarten Einkaufswagen als Kundenbindungsinstrument. Und die Konsument:innen? Sie lieben ihn: Immerhin ersparen sie sich lange Wartezeiten an der Kassa, sparen somit an Zeit und sind insgesamt zufriedener.

Schnelleres Einkaufen mit dem smarten Einkaufswagen

HV: Wie funktioniert das Einkaufen mit dem smarten Einkaufswagen EASY Shopper und wo ist er überall im Einsatz?

Spannuth: Um zu sehen, wie ein Einkaufserlebnis mit dem EASY Shopper aussieht, empfehle ich folgendes Video anzusehen:

Zum jetzigen Stand hat die EDEKA Minden-Hannover knapp 60 Märkte mit den vom Tochterunternehmen Pentland Firth entwickelten EASY Shoppern ausgestattet – und zwar vor allem die großen EDEKA-Filialen. Aber damit ist noch nicht genug, denn Ende des Jahres werden es rund 100 Märkte sein. Insgesamt gibt es in unserem Vertriebsgebiet, das von der holländischen bis zur polnischen Grenze verläuft, rund 1.500 Märkte. Wir planen, bald noch mehr EASY Shopper in weiteren Märkten einzuführen.

HV: Herr Röthemeier, wie fühlt es sich an, als einer der ersten Händler den EASY Shopper in allen eigenen EDEKA-Märkten im Einsatz zu haben?

Röthemeier: Ich war von Anfang an sehr vom Konzept des EASY Shoppers überzeugt. Nach unserem ersten erfolgreichen Pilot-Prozess wollten wir den smarten Einkaufswagen auch in unseren anderen Edeka Märkten einsetzen. Ich bin sehr stolz, dass wir so schnell Erfolg damit hatten.

Ich sage immer, der EASY Shopper ist quasi ein Einkaufswagen als dritter Arm. Der Scanner ist super nutzbar für Kund:innen und ich gehe davon aus, dass wir in Zukunft noch einiges zu erwarten haben. Die Software wird sich weiterentwickeln und so werden wir noch mehr Kundenutzen erzielen.

HV: Was ist das Ziel des EASY Shoppers?

Spannuth: Wir wollen die fortschreitende Digitalisierung für unsere Kund:innen in die Märkte bringen und mit dem EASY Shopper die Vorteile des Online-Handels mit den Vorzügen des Einkaufserlebnisses im Markt kombinieren. Der EASY Shopper ist für uns als EDEKA in erster Linie ein Instrument zur Kundenbindung.

HV: Welche Challenges sind bis dato im Umgang mit dem EASY SHOPPER aufgetaucht? Von Seiten der Kunden, aber auch bei den Händler:innen?

Röthemeier: Die Installation der Anlagen sowie die Integration der EASY Shopper in bestehende Märkte war definitiv eine Challenge. Bei der Konzipierung von neuen Filialen besteht der Vorteil, die gesamte Infrastruktur auf den Easy Shopper ausrichten zu können. Anfangs hatten wir auch mit technischen Herausforderungen, wie dem Datenaustausch zwischen dem Wagen und dem Server, zu kämpfen. Da der Kaufvorgang live stattfindet, muss der gesamte Abwicklungsprozess vom Scannen der Produkte bis hin zur Kopplung mit der EASY Shopper App einwandfrei funktionieren.   

Insgesamt stellen wir jedenfalls fest, dass der Kundenumgang mit dem EASY Shopper super läuft und die Menschen ihr Einkaufserlebnis nun noch mehr zu schätzen wissen.

HV: Von welcher Zielgruppe wird der EASY Shopper vorrangig genutzt und wie tun sich ältere Menschen beim Einkaufen mit dem smarten Einkaufswagen?

Röthemeier: Der EASY Shopper wird von allen Altersklassen genutzt. Besonders praktisch ist er für jene Personen, die ihren Wocheneinkauf erledigen und 100-150 verschiedene Artikel einkaufen. Die Kund:innen erkennen, dass sie durch den Easy Shopper Zeit sparen. Sie sehen direkt auf dem am Wagen angebrachten Monitor, was sie eingekauft haben und können sogar ihre Einkaufsliste in der App mit dem EASY Shopper verbinden. Wenn ein Produkt doch nicht gefällt, kann dieses problemlos über den Screen von der Liste entfernt werden.

Auch bei älteren Menschen werden die EASY Shopper immer beliebter. So hat mich ein 84-jähriges Stammkunden-Ehepaar, das bereits seit 50 Jahren in unserer EDEKA-Filiale einkauft, auf den EASY Shopper angesprochen und mir mitgeteilt, wie begeistert sie davon sind. Die beiden kaufen seit 14 Tagen bei uns mit EASY Shopper ein und nutzen die Mitarbeiter-Support Funktion, wenn Fragen aufkommen. Die eingekauften Artikel können direkt so angeordnet werden, wie man sie in den Kofferraum packen möchte und das lästige Umpacken bleibt erspart.

Spannuth: Zu Beginn war meine naive Vorstellung,  dass die smarten Wägen eher von Jüngeren genutzt werden. Das ist in der Praxis überhaupt nicht so, denn ältere Kunden nutzen den EASY Shopper genauso oft wie die unter 30-Jährigen. Aber auch für Familien mit Kindern ist ein Einkauf mit dem smarten Einkaufswagen viel schneller erledigt – auch das ist ein großer Vorteil.

EDEKA legt hohen Wert auf persönlichen Kundenservice im Markt

HV: Gibt es, seit der EASY SHOPPER im Einsatz ist, weniger Verkaufspersonal in den betroffenen Filialen?

Röthemeier: Ganz im Gegenteil. Wir haben unsere Mannschaft in den vergangenen Monaten stark aufgestockt – vor allem im Kassenbereich. Das lag natürlich auch an der starken Corona-bedingten Umsatzentwicklung. Dass es in dieser Zeit zu keiner massiven Schlangenbildung bei den Kassen kam, haben wir bestimmt auch den EASY Shoppern zu verdanken. Meine EDEKA-Filiale ist jetzt mit zusätzlichem Verkaufspersonal ausgestattet, das für Organisation, Support und Kontrolle beim Bezahlprozess mit dem EASY Shopper zuständig ist. Es wird viel Wert auf den persönlichen Kontakt zwischen Kund:innen und Mitarbeiter:innen gelegt, zum Beispiel, unterstützt das Verkaufspersonal sofort, wenn ein gesuchter Artikel nicht auffindbar ist.

Spannuth: Das kann ich auch aus Sicht der Regionalgesellschaft bestätigen. Durch die Einführung des EASY Shoppers wird kein Personal eingespart. Zudem gibt es auch spezielle EASY Shopper-Kassen, die weiterhin Kassenpersonal für die Bezahlung erfordern. Wie an jeder anderen Kasse auch, können die Kund:innen an der EASY Shopper-Kasse bar, mit Bankomat- oder Kreditkarte sowie kontaktlos oder mit dem Smartphone bezahlen. Alternativ können die Kund:innen auch mittels ihrer in der APP hinterlegten Kreditkarte am EASY Shopper direkt bezahlen.

HV: In der Presseaussendung zum EASY Shopper war folgendes zu lesen „Wir laden Lebensmitteleinzelhändler und -großhändler wie auch Einrichtungshäuser, Drogeriemärkte und Bauhäuser in Österreich ein, den EASY Shopper auf die Vorteile zu testen.“ An wen müssen sich die Händler:innen bei Interesse wenden?

Spannuth: Wenn österreichische Einzelhändler:innen an einer Einführung des EASY Shoppers in ihr Geschäftslokal interessiert sind, können sich diese direkt an Pentland Firth wenden.

HV: Welche anderen POS-Innovationen hat EDEKA für die Zukunft geplant?

Spannuth: Einerseits ist und bleibt Scan&Go und die damit verbundene EDEKA-App, die ebenfalls zum Ziel hat, den Bezahlvorgang voranzutreiben, ein zentrales Thema. Die Funktion soll in Zukunft noch stärker ausgerollt werden. Auch die Self-Check-Out-Kassen, die es jetzt schon in zahlreichen Märkten gibt, werden uns in Zukunft noch lange begleiten.

Röthemeier: Ich bin fest davon überzeugt, dass Innovationen wie der EASY Shopper, Self-Check-Out-Kassen und Scan& Go das Leben im Supermarkt einfacher und die Lebensmittelketten als Branche stabiler machen. Diese digitalen Innovationen helfen uns, unsere Stammkund:innen noch besser zu servicieren.

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