Cocooning: Vier häufige Tücken im Smart Home

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Das Zauberwort des Jahres 2020 heißt „Cocooning“. Die aktuelle Wirtschaftslage und gesellschaftliche Unsicherheit wecken die Sehnsucht nach Geborgenheit. Das bedeutet mehr Zeit in den eigenen vier Wänden, wie eine Raupe in ihrem Kokon. Statt in den Urlaub zu fahren, investieren die Menschen jetzt in die eigenen vier Wände. Vor allem für die anstehende Weihnachtszeit steht „Smart Home“ hoch im Kurs. Gemeint sind Technologien und Systeme, die das Leben im Eigenheim erleichtern und den Komfort erhöhen. Doch der Trend birgt seine Tücken. Indzi Kodba, Geschäftsfeldleiterin Konsumgüter beim österreichischen Elektrogroßhändler REXEL Austria, fasst vier häufige Anfängerfehler zusammen und verrät, wie diese vermieden werden können.  

Benutzen Sie regelmäßig Smarthome? (c) REXEL Austria

Österreicher und Österreicherinnen planen, in Zukunft mehr Geld in den Wohnbereich zu stecken. Das geht aus einer kürzlich durchgeführten repräsentativen Umfrage des Forum Hausgeräte (FHG) hervor. 50 Prozent wollen ihren Garten, Balkon, die Terrasse und die eigenen vier Wände, wie beispielsweise die Küche, neugestalten bzw. aufrüsten. Indzi Kodba, die beim österreichischen Marktführer im Elektrogroßhandel REXEL Austria das Geschäftsfeld Handel (Konsumgüter) verantwortet, bestätigt: „Der österreichische Elektrohandel erlebt aktuell die größte Nachfrage seit Jahren.“ Diese Entwicklung beflügelt den Markt für das smarte Zuhause vor allem in der Phase der neuerlichen Einschränkungen vor Weihnachten, wo solche größeren Anschaffungen bekanntlich ganz oben auf der Wunschliste stehen. Ein reiner Impulskauf ohne vorherige gründliche Information ist in der Praxis jedoch weniger sinnvoll, denn smartes Wohnen braucht Beratung und Planung. „Smart Home beginnt mit der Planung sowie Installation und wird durch Konsumgüterprodukte veredelt“, ist Expertin Kodba überzeugt und gibt vier Tipps, mithilfe derer Smart-Home-Anfänger Geld, Zeit und Nerven sparen. 

  1. Vernetzte Systeme statt Stand-alone-Geräte

Viele Nutzer beginnen ihr Smart Home erst mit einem oder zwei intelligenten Geräten, wie einer smarten Funksteckdose oder einer WLAN-LED-Lampe. Die Bedienung erfolgt meistens über eine App. Dies bringt den Nachteil mit sich, dass oft für verschiedene Geräte verschiedene Apps genutzt werden müssen. Der weit größere Nachteil ist aber, dass die einzelnen Equipments nicht miteinander verknüpft werden können. „Bei einem Smart-Home-System ist das anders. Hier kommunizieren Geräte meist über eine Zentrale untereinander und die Nutzer können Abhängigkeiten erstellen. Ein smarter Bewegungsmelder stellt beispielsweise eine Bewegung fest, meldet diese an den Knotenpunkt, der wiederum eine intelligente WLAN-Lampe zum Einschalten veranlasst. Mit einer Smart-Home-Steuerungszentrale können auch Szenarien bzw. Routinen eingestellt werden. Wenn Sie planen, Ihr Smart Home langfristig zu nutzen, führt kein Weg daran vorbei“, ist Kodba überzeugt.

  1. Auf einheitlichen Funkstandard achten

Üblicherweise soll ein Smart Home System per Sprachbefehl bedienbar sein. Bei den Sprachassistenten stehen Alexa von Amazon, Google Assistant von Google, Siri von Apple und viele weitere zur Auswahl. Ist die Entscheidung zugunsten eines Assistenten gefallen, steht die zweite Grundentscheidung an: Die Wahl des Funkstandards. Neben der Nutzung von WLAN haben sich hier vor allem die Funkstandards ZigBee und Z-Wave etabliert, wobei letzterer vor allem in Apple-Umgebungen zum Einsatz kommt. „Die Entscheidung ist Geschmacksache. WLAN-Geräte sind günstig, benötigen aber mehr Strom und gute WLAN-Abdeckung. Fällt das Internet aus, lässt sich das Smart Home nicht mehr bedienen. Andere Lösungen sind im Vergleich kostenintensiver, dafür aber auch stromsparender und verlässlicher. Entscheiden Sie bereits bei der Planung des Smart Homes, welcher einheitliche Funkstandard zum Einsatz kommen soll. So wird garantiert, dass Geräte untereinander kommunizieren können“, empfiehlt die Expertin von REXEL. 

  1. Verlockende Billigprodukte gehen auf Kosten der Sicherheit

Es mag nach einer Binsenweisheit klingen, aber auch beim Aufbau eines Smart Homes gilt: Wer billig kauft, kauft zweimal. Günstige No-Name-Produkte sind in Anbetracht einer langfristigen Nutzung deshalb weniger zu empfehlen. Häufig verschwinden sie schnell vom Markt und es sind keine Sicherheitsupdates mehr möglich – ein Türöffner für Daten-Diebe. „Setzen Sie auf etablierte Marken und achten Sie beim Kauf auf eine deutschsprachige Nutzeroberfläche, sowie einen deutschsprachigen Kundenservice. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich seriöse und langlebige Hersteller an europäische Datenschutzrichtlinien halten und dahingehend regelmäßig Updates bieten“, so die Spezialistin. Wenn ein Anbieter insolvent ist, aufgekauft wird, oder einfach nur den Produktsupport einstellt, stünden Verbraucher mitunter mit einem funktionslosen Gerät allein da und würden auf den Kosten sitzen bleiben. 

  1. Do-it-yourself ersetzt professionellen Support nicht

Einfach mal selbst machen – ein beliebter Ansatz unter Hobby-Heimwerkern. Doch bei der Vernetzung elektronischer Geräte ist generell Vorsicht geboten. Nicht alle Systeme sind untereinander kompatibel und braucht man für jede Anwendung eine separate App, fühlt sich das alles plötzlich nicht mehr so smart an. Außerdem soll die neue Alarmanlage ja auch verlässlich Informationen über ungebetene Gäste an das Smartphone schicken. Kodba rät: „Wenden Sie sich für professionelle Beratung und Umsetzung am besten an Ihren lokalen Elektrofachhändler. Dieser kann Sie darüber hinaus auch über mögliche Förderungen, beispielsweise in puncto altersgerechter Umbau und barrierefreies Wohnen informieren und Sie können die Geräte vor Ort selbst testen.“ Generell erfährt regionales Shopping hierzulande gerade einen regen Aufschwung. So zeigt beispielsweise die neue Mastercard Trust Research Studie 2020, dass 65 Prozent der Österreicher eine neue Wertschätzung für lokale Geschäfte entdeckt haben und 73 Prozent den Empfehlungen regionaler Händler vertrauen. 

„Wer lediglich ein paar Lampen in seinen eigenen vier Wänden mobil steuern möchte, kann selbst loslegen und beginnen, zu testen. Beim Einbau mehrerer Lösungen, die sich im besten Fall ergänzen und nach und nach ihr System optimieren sollen, ist professioneller Support eindeutig die bessere Wahl. Schließlich soll das eigene Haus eine langfristig wertvolle Immobilie sein. In Zeiten wie diesen ist es außerdem wichtig, die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Sollte sich dieses Jahr das smarte Zuhause auf Ihrer Wunschliste fürs Christkind finden, wenden Sie sich an Ihren Elektrofachhändler des Vertrauens“, empfiehlt Kodba abschließend.   


Über die REXEL Austria GmbH: 

REXEL Austria ist mit den drei Marken REGRO, SCHÄCKE und Comtech führend im heimischen Elektrogroßhandel tätig. Das Unternehmen zeichnet sich durch umfassendes Dienstleistungsangebot und ein Portfolio von qualitativ hochwertigen Produkten aus. In Österreich ist REXEL seit 1996 vertreten, verfügt über 16 Standorte und beschäftigt rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Marke REGRO bietet Produkte und Leistungen für die Industrie, die Marke SCHÄCKE Produkte und Leistungen für das Elektrohandwerk und den Elektrofachhandel. Seit 2019 gehört auch das Unternehmen Comtech IT-Solutions, Soft- und Hardwarespezialist für die Elektro- und Haustechnikbranche, zu REXEL Austria. Der Elektrogroßhändler konnte in Österreich einige Auszeichnungen für sich gewinnen, so beispielsweise 2017 den Österreichischen Logistikpreis des VNL (Verein Netzwerk Logistik) und 2018 den LOZ-Award, im Rahmen dessen das Logistikzentrum in Oberösterreich zum Besten des Landes gekürt wurde. 

J. Robert Pfarrwaller ist seit März 2014 Vorsitzender der Geschäftsführung der REXEL Austria GmbH und wurde im November 2014 auch zum Geschäftsführer der REXEL Central Europe Holding bestellt. Zusätzlich zu seiner Position bei REXEL ist er unter anderem Mitglied des Vorstands der Industriellenvereinigung Wien sowie Vorsitzender des Fachausschusses Elektrogroßhandel in der Wirtschaftskammer Österreich. 

Mehr: https://www.rexel.at/

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